Jubiläumsfeierlichkeiten in der Petruskirche gingen zu Ende

 

Mit einer ganzen Festwoche feierte die evangelische Kirchengemeinde Jesingen den großen Umbau der Petruskirche, der vor genau 50 Jahren abgeschlossen werden konnte. Bei diesem Umbau war die Kirche nach Osten vergrößert und die Fresken aus dem 14. Jahrhundert entdeckt und restauriert worden.

Den Auftakt bildete der Gottesdienst am 24.10. von Prälat i.R. Paul Dieterich, der als Zeitzeuge manche Anekdote zum Umbau erzählen konnte und der das Fresko „Jesus als Apotheker“ zum Thema seiner Predigt machte.

Im Anschluss daran war die Ausstellung „Schätze der Jesinger Petruskirche“ eröffnet worden. Wolfgang Znaimer hatte neben Relikten der alten Kirchenausstattung auch besonders wertvolle Bücher aus dem Pfarrarchiv in Szene gesetzt.  

Am 29.10.wurde im Rahmen eines Festaktes, zu dem auch viele Ehrengäste gekommen waren, der neue Kirchenführer der Öffentlichkeit vorgestellt, der ab sofort bei der Kirchengemeinde zum Preis von 7,- Euro zu erhalten ist.

Dr. Rolf Götz, der Verfasser des Kirchenführers, zeigte in seinem interessanten Vortrag die Geschichte der Petruskirche auf. Dabei konnte er auf manche Besonderheit verweisen, die durch seine Recherche zutage gekommen war. Werner Klein vom Kirchengemeinderat führte die Zuhörer mit einer kurzweiligen Bilderschau in die Zeit des Umbaus vor 50 Jahren. Den passenden feierlichen Rahmen erhielt der Festakt durch Gisela Köder-Werner (Orgel) und ein Flötenensemble mit Musik aus der Zeit der Fresken.

Am vergangenen Sonntag, dem Reformationstag, fanden die Feierlichkeiten mit einem beeindruckenden Festgottesdienst mit Pfarrer Roland Conzelmann ihren Abschluss.

Pfarrer Conzelmann spannte anhand eines Schlüssels gekonnt den Bogen von Petrus und seinen Schlüssel-Erlebnissen mit Jesus über Martin Luther und den Reformationstag bis hin zum Umbau der Petruskirche vor 50 Jahren.

Zentrales Thema seiner Predigt war neben den verschiedenen Schlüssel-Erlebnissen, die zum Glauben führen können, seine Aussage, dass Kirche trotz aller wertvoller historischer Ausstattung nie ein Museum sein dürfe, sondern dass Kirche immer lebendig sein, sich immer wieder reformieren müsse.

Der Projekt/Kirchenchor, war mit  Ausschnitten aus dem Petrusoratorium so wunderbar in die Predigt eingebunden, dass Solist und Chor gleichsam als Petrus und seine Jünger die Predigt-Worte in Musik übersetzten.      

Mit diesen überaus gelungenen Feierlichkeiten hat die evangelische Kirchengemeinde gezeigt, dass die kostbarsten Schätze einer Gemeinde die Menschen sind, die sich ihrer Gemeinde  und ihrer Kirche verbunden fühlen, sich in ihr wohl fühlen und diese Gemeinde tragen. Diesen Schatz gilt es zu hegen, zu pflegen und zu mehren. Dazu Gottes reichen Segen.   

Heike Magister

Schätze der Petruskirche - eine ganz besondere Ausstellung (noch bis zum 31.10.2010 im Pfarrhaus)

Festakt in der Jesinger Petruskirche

Genau 50 Jahren ist es jetzt her, dass in der umgebauten Jesinger Petruskirche der erste Gottesdienst stattfinden konnte. Aus diesem Anlass lädt die evangelische Kirchengemeinde Jesingen am Freitag, den 29. Oktober, zu einem Festakt in der Jesinger Petruskirche ein (Beginn 19.30 Uhr). Im Mittelpunkt des Abends stehen zwei Vorträge mit Bildern. Dr. Rolf Götz führt durch die Geschichte der Jesinger Kirche, Werner Klein und Siegfried Lederer blicken auf die Zeit des Umbaus vor 50 Jahren zurück. Der Abend wird musikalisch umrahmt von Gisela Köder-Werner (Orgel) und einem Flötenensemble mit Musik aus der Zeit der Fresken des 14. Jahrhunderts.Die Festwoche endet am Sonntag, den 31. Oktober, mit einem Festgottesdienst mit Pfarrer Roland Conzelmann (9.30 Uhr). Der Projekt/Kirchenchor singt Ausschnitte aus dem Petrusoratorium von Siegfried Fietz.Die Ausstellung im Pfarrhaus kann am Freitagabend (von 18 bis 19.30 Uhr und von 21 bis 22 Uhr) und am Sonntag (von 10.30 bis 17 Uhr) besichtigt werden. An beiden Terminen ist auch der neue Kirchenführer (Umfang 48 Seiten) erhältlich.