Hoffnung, die ansteckt

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des Bezirksmissionsfestes der ev. Kirchengemeinde in Jesingen, welches  in der Gemeindehalle unter dem Motto „Hoffnung, die ansteckt! Mission Impossible?“ stattfand.

 

Am Freitagabend begann das Festwochenende mit einer großen Herausforderung oder einer „Mission Impossible“, denn 20.000 Dominosteine warteten darauf, in der Gemeindehalle in Reih‘ und Glied  aufgestellt zu werden. Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Band „Every Friday“ des ev. Jugendwerks unterstützt von Rap, Moderation und Gedankenanstößen, ging es dann ans Werk. Durch die gute Vorbereitung und hilfreiche Tipps fanden sich die zahlreichen Besucher aller Altersklassen schnell in Gruppen zusammen, um jeweils „ihr“ Feld mit 500 Dominosteinen zu bestücken, wobei der Phantasie keine Grenzen gesetzt waren und der Kreativität in allen Mustern und Formen freien Lauf gelassen wurde. Nachdem alle mit großem Eifer am Aufstellen waren, gelang es doch in relativ kurzer Zeit, die Aufgabe zu meistern und die Übergänge zwischen den einzelnen Feldern herzustellen,  trotz einiger unvermeidlicher Rückschläge kurz vor Ende. Nach einem gemeinsamen Countdown wurde mit großer Spannung der „Anstoß“ zur Kettenreaktion erwartet und das Spektakel nahm seinen manchmal unterbrochenen Lauf und wurde mit großem Applaus beendet.

 

Nach diesem Erfolgserlebnis  wurde zur nächsten „Mission Impossible“  eingeladen und für die „Action“-begeisterten Zuschauer der gleichnamige Film gezeigt. Wem das zu turbulent war, konnte sich in einem Nebenraum den Film "Wasser für Dörfer" über ein Missionsprojekt in Tansania anschauen. Nach einem gemeinsamen Segen klang der Abend friedlich aus.

 

Der Samstagabend stand als Festabend in der herbstlich geschmückten Gemeindehalle unter dem Motto „Lebendige Hoffnung“ und wurde durch die rhythmischen Klänge der  Trommelgruppe „Kiiki Ndjembe“ aus Neckartenzlingen  afrikanisch mitreißend „eingetrommelt“! Verena Sigel, Krankenhausseelsorger Peter Bonnet und Johanna Lehmann, die ihre lebendige Hoffnung in ganz unterschiedlichen Situationen weitergeben, wurden von Pfarrerin Ute Stolz im Lauf des Abends interviewt und machten das Thema persönlich und praktisch. Dazwischen gab es ein Grußwort der Dekanin Renate Kath und verschiedene musikalische Beiträge, ob fetzig-modern von der Pfarrerband (bestehend aus dem Kirchheimer, Naberner und Dettinger Pfarrer) oder instrumental von Saxofonist Valeriy Katsnelson, oder der gelungene Auftritt des neuen Jugendchors der Jesinger Kirchengemeinde (Leitung Natalia Katsnelson), die das Programm vielfältig bereicherten. Zum Abschluss und Höhepunkt des Abends wurde das in Reimform vorgetragene Theaterstück „die Nachtigall“  (aus der Feder und unter der Leitung von Pfarrer R. Conzelmann), das nur mit Pfarrern aus der Region besetzt war und immer wieder zur Erheiterung beitrug. Grundgedanke des Stücks war, dass nur das Lebendige und Echte auf Dauer von Bestand ist und immer dem virtuellen oder künstlichen Leben vorzuziehen ist. Mit einem gemeinsamen Segenslied wurde der Festabend beendet.

 

Am Sonntag fand ein Festgottesdienst zum Thema „die Hoffnung mutig weitergeben“ mit Prälat i.R. Paul Dieterich, Pfarrerssohn aus Jesingen, unter der musikalischen Begleitung des Posaunenchores in der gut besuchten Gemeindehalle statt. Anschließend wurde zum gemeinsamen Mittagessen und dem Besuch des „Marktes der Möglichkeiten“ eingeladen, wo verschiedene Missionswerke und Projekte sich mit ihren Infoständen vorstellten, um zu zeigen, wie sie Hoffnung weitergeben.

 

Zum Ausklang des Nachmittags wurde noch Kaffee und Hefezopf angeboten.

 

Der Abend als Abschluss des Bezirksmissonsfestes stand wieder ganz im Zeichen der Jugend mit einem Jugendgottesdienst zum Thema „Mission Impossible“ und der Konfi-Camp-Band. Ein Anspiel des Jugendmitarbeiterkreis und die Predigt machten deutlich, wie schwer und mühsam es ist, Menschen, die Hoffnung, die wir als Christen haben, weiterzugeben. - Aber dass das auch bei Paulus schon so ähnlich war. Weil unsere Botschaft aber alles verändern kann, dürfen wir uns nicht entmutigen lassen. Die Welt braucht unsere Hoffnung!

 

Es war ein ereignisreiches und vielfältiges Wochenende und ohne die Mithilfe vieler freiwilliger Mitarbeiter wäre es undurchführbar gewesen. Daher an dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen, die sich mit großem Einsatz an dieser Aufgabe beteiligt haben: Mission erfüllt!

 

B. Brösamlen