Glockenläuten gegen die Zerstörung der Welt

Am Sonntag, 13.12. 2009 um 15.00 Uhr läuten die Kirchenglocken in Jesingen und in vielen Gemeinden des Kirchenbezirks, wie auch in vielen anderen Kirchen auf dem gesamten Globus.

 

 

Die Kirchen rufen damit zum Gebet und zur Umkehr in der Klimapolitik.

 

 

„Kopenhagen ist die wichtigste internationale Konferenz seit dem II. Weltkrieg!“ Sagt der ETH Professor Andreas Fischlin, einer der Hauptautoren des UNO Klimaberichtes und Empfänger des Friedensnobelpreises 2007.

 

Der Weltkirchenrat, Kirchen in verschiedenen Ländern, Einrichtungen wie „Brot-für-die-Welt“ oder der Evangelische Entwicklungsdienst „eed“  fordern eine griffige, gerechte Klimapolitik.

 

Ihre Forderung richtet sich an die Klimakonferenz in Kopenhagen und vor allem an die Vertreter der Industriestaaten, die auf die Koimaprobleme „– gelinde gesagt – verhalten reagieren“.

 

Die Krchen sind der Überzeugung, dass die Welt keine Zeit mehr zu verlieren hat, wenn sie den immer gefährlicher werdenden Klimawandel noch eindämmen will.

 

Besonders die Menschen in den Entwicklungsländern sind von den Folgen der Klimaveränderungen schon heute massiv betroffen.

 

Sie leiden an den Folgen der Klimaerwärmung, die in den letzten 100 Jahren durch die auf Verbrennung von fossilen Energieträgern gestützte Industrialisierung, die vor allem in Europa und Nordamerika erfolgte, in Gang gekommen ist. Auf der einen Seite nehmen Hunger und Wassermangel zu, während besonders an den Küsten und Flüssen der steigende Meeresspiegel und verheerende Stürme Hunderte Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen.

 

Die Industriestaaten weigern sich, ihre Verantwortung angemessen wahrzunehmen, den Ausstoß von Treibhausgasen radikal zu vermindern und dem Süden bei der Anpassung an den Klimawandel mit Rat und Geld beizustehen.

 

Sich einsetzen für die Bewahrung der Schöpfung für die nachfolgenden Generationen und für Gerechtigkeit unter den Menschen betrachten die Kirchen als einen urchristlichen Auftrag. Oder, mit andern Worten: Sie wollen die Welt bewahren, die Gott uns übergeben hat. An vielen Orten auf der ganzen Erde werden Gottesdienste daran erinnern.

 

Außerdem tragen Kirchen ihr Engagement so in die Welt hinaus, wie nur sie es können:

 

Mit dem Ruf ihrer Glocken  am 13. Dezember, um drei Uhr nachmittags, werden deshalb in vielen Kirchen für 10 bis 15 Minuten die Glocken läuten. Um diese Zeit geht ein ökumenischer Gottesdienst mit leitenden internationalen Kirchenvertretern in Kopenhagen zu Ende und die Klimaverhandlungen befinden sich auf ihrem Höhepunkt.

 

Nicht nur im Kirchenbezirk Kirchheim, sondern auf der ganzen Welt werden die Glocken läuten. Als Weckruf.

 

Für die Erhaltung unserer Erde, so wie wir sie kennen und brauchen.